Posts

Posts mit dem Label "Denkereien" werden angezeigt.

Soziale Medien - meine Erfahrungen 2

 Ich habe sie alle durch, sozusagen. Nein, natürlich nicht alle. TikTok fehlt mir beispielsweise noch in der Sammlung. Facebook fand ich anfangs interessant. War ja was Neues und man hat da auch Bekannte getroffen. Aber das war das Problem: Manche Leute, die ich auch im Real Life ab und an gesprochen habe, haben mich auf Facebook enorm mit ihren ständigen schrägen Beiträgen und Reposts genervt. Hast Du das denn nicht auf Facebook gelesen? Ich habe es doch mehrmals geschrieben, wurde ich dann gefragt. Da hätte ich ehrlicherweise sagen müssen: Nein, den Schmarrn, den du da postest, den lösche ich sofort. Meine Lösung: Ich habe mich von Facebook ganz abgemeldet. Habe ich auch nie bereut. Spart Lebenszeit. Irgendwann so um 2010 wurde das Bloggen modern. Habe ich auch direkt mitgemacht, und zwar anfangs hier, bei Blogger. Warum gerade Blogger, weiß ich nicht mehr. Ich habe dann fast zwei Jahre lang fleißig über dies und das geschrieben und meine Bilder gezeigt. Die Resonanz war gleich n...

Soziale Medien - meine Erfahrungen I

 Eine Beobachtung vorab: Öfter erlebe ich, dass Leute sich kritisch zu den sozialen Medien äußern. Auf Nachfrage stellt sich dann meist heraus, dass sie die Plattformen, von denen sie reden, nur sehr flüchtig oder gar nur vom Hörensagen her kennen. Vom Hörensagen, das heißt meistens, dass sie die Urteile und Wertungen übernehmen, die ihnen von den Medien, die sie gewohnheitsmäßig konsumieren - nämlich gedruckte Zeitungen, Radio und Fernsehen - vorgesetzt werden. Dass dahinter ein beinharter Kampf um Marktanteile und die zunehmende Verzweiflung der traditionellen Medien stehen, die sehen, wie ihr Einfluss dahinschwindet, liegt zwar auf der Hand, wird aber kaum gesehen. Was ebenfalls kaum gesehen wird: Wer sich täglich ein paar Stunden vor den Fernsehapparat setzt, oft und im Auto grundsätzlich das Radio einschaltet, hat nicht das Recht, diejenigen zu kritisieren, die sich ausgiebig mit Handy, Tablet und Computer beschäftigen. Was, nebenbei gesagt, auch ein Generationenproblem zu sei...

Im Hamsterrad

Bild
Mensch braucht manchmal Abstand vom alltäglichen Gerenne in seinem Hamsterrad, sagt (nicht nur) Anselm Grün. Eine Auszeit. Aber wie? Ist nicht vieles, was uns so als Auszeit angeboten wird, nur ein anderes Hamsterrad, in welchem wir - beispielsweise - um Sehenwürdigkeiten herumrennen?

Vorfrühlings-Vorfreude

Bild
Selbstverständlich freut man sich auf den Frühling, endlich sprosst das erste Grün! Jedes Jahr auf's Neue. Und jedes Jahr auf's Neue vergisst oder verdrängt man, dass jeder neue Frühling der letzte sein kann und dass dieser letzte immer näher rückt.

So eine schöne Altbauwohnung!

Verbirgt sich nicht hinter der überallundimmerwieder anzutreffenden Begeisterung für Wohnungen in Häusern aus der Zeit um und nach 1900 auch die Ansicht, es habe sich damals tatsächlich um die gute alte Zeit gehandelt? Kaum jemand von den Altbauwohnungsbegeisterten, vermute ich, würde das so sehen. Und alle möglichen Gegenargumente anführen.

Festtage

Festtage wie das Weihnachtsfest sind ja ganz schön, halten einen aber mächtig bei der Arbeit auf.

Fraueneingang

Bild
 Früher gab es in katholischen Kirchen mancherorts eine Frauenseite und eine Männerseite. Noch um 1960 im Wohnort meiner Eltern ganz ausgeprägt.  Heute gibt es so etwas nur noch in Moscheen. Zur Begründung hat mir mal ein Türke gesagt, ein Mann könne sich schließlich nicht auf sein Gebet konzentrieren, wenn vor ihm der hübsche Hintern einer Frau zu sehen sei. Der Mann hat nicht unrecht. Wer sich von dem hübschen Hintern vor sich nicht ablenken lässt, ist entweder ein Meister im Fach Konzentration oder kein richtiger Mann.

Alles zum Altpapier

Der Gedanke, dass alle Artikel und Bücher, die ich mit viel Mühe so schreibe, beim Altpapier landen, macht mir doch mehr zu schaffen, als ich mag. Das Internet, so sagt man, vergisst nichts. Prima eigentlich, aber was nutzt es, wenn niemand es liest?

Vorbei am Durcheinander

Bild
Manchmal gerät einiges durcheinander. Möglich, dass sich so ein Durcheinander wieder auflöst. Wahrscheinlicher, dass man es zuerst mit Mühe, dann immer leichter links liegen lässt und weiter geht.

Freizeitgesellschaft

Wenn man an solch einem Schönes-Wetter-Wochenende wie diesem an einen der Seen in der Umgebung fährt, dann kann man die Freizeitgesellschaft in den verschiedensten Facetten beobachten. Sollen die Leute doch ihren Spaß haben! Und trotzdem ist es schwer, darüber keine bösen Worte zu verlieren.

Computerspiele

 Abends spiele ich ein bis zwei Stunden Computerspiele. — Und wer das befremdlich findet: Ja meint ihr denn, sich jeden Abend einen oder mehrere Filme reinzuziehen (oder was immer Streaminganbieter und Fernsehprogrammgestalter einem anbieten) wäre irgendwie besser. Und wenn ja - inwiefern?

Liebesleid (altes Tagebuch 8)

Bild
"Egal wo Du dich versteckst, ich finde Dich" - eine Zeile aus einem Liebeslied Liebe? Klingt eher nach Leiden. .

Vom Bett aus gesehen

Im Bett unter der warmen Decke liegend sehe ich, während ich auf den Sonnenaufgang warte, dass auf dem Nussbaum und der großen Fichte schon einiges los ist. Elstern hüpfen hyperaktiv rum und machen wie immer den Eindruck, als ob sie sich zanken würden. Meisen nähern sich den beschneiten Zweigen eher von unten und picken kurz, um es dann sofort an einer anderen Stelle zu probieren. Eine Taube setzt sich auf den Nussbaum, plustert sich auf und tut nichts. Ganz oben auf der Fichte haben sich die Stare niedergelassen, und weil es gesellige Vögel sind, ein ganzer Schwarm, so viele, dass sie Schwierigkeiten haben, für jedes Mitglied des Schwarms einen geeigneten Sitzplatz zu finden, denn Stare setzen sich nur auf die allerobersten Baumspitzen, auch wenn diese so dünn sind, dass sie unter dem geringen Gewicht solch eines Vogels schon schwanken. Pulvriger Schnee stäubt herab. Die Stare sitzen auch nur da und tun nichts, außer auf die Sonne zu warten. Genau so wie ich. Aber warum stehen die Vög...

Männer sind anders, Frauen auch

Männer sind anders, Frauen auch, sagt der Buchtitel ,  Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus, das verrät dann der Untertitel, eine Weisheit, die ihre Wahrheit alle Tage zeigt. Der Mann beispielsweise sitzt nach dem Frühstück vorm Computer, um die Funktion eines neuen Windows-Beschleuniger-Programms zu testen. Selbstverständlich, wir hatten ausgemacht, ein Zimmer etwas umzuräumen, aber das bisschen Räumerei kann doch warten. Die Venusbewohnerin kramt derweil unten ewig rum. Typisch, denkt Mann, wir wollten doch die obere Etage einrichten und die Frau lässt sich mal wieder Zeit.  Aus diesem Traum wird er durch die barsche Aufforderung gerissen, nun endlich mit dem Umräumen anzufangen. Dass er schon gewartet hat und nicht alleine anfangen wollte, weil er beim Einrichten ja doch immer alles falsch mache, hätte er besser nicht gesagt, denn jetzt erfährt er, dass unten das Bad zu putzen war, die Betten abgezogen werden mussten, die Waschmaschine angestellt und der Mül...

Fussball und Leben

Bild
"Das Leben ist zu kurz, um es mit solchen Sachen wie Frauenfussball zu verplempern" - alter Macho-Spruch, ich weiß. Aber ist das Leben nicht auch zu kurz, um es mit Männer-Fußball zu verplempern? Bestimmt, ganz bestimmt. Das Dumme ist nur, dass das Leben auch zu kurz ist, um es mit Spielfilmen, Nachrichten und Wetterbericht zu verplempern. Stellen wir also das Fernsehen aus und lesen ein Buch, eines der sogenannten "guten Bücher" natürlich. Was fällt uns nach Seite zwei ein? Das Leben ist zu kurz, um es mit den Depressionen eines längst verstorbenen Schriftstellers zu verplempern. Was tun? Das Leben mit dem Internet verplempern oder lieber doch Fussball gucken?

Die Tollen Tage und die Sünden contra naturam

Bild
Karneval, das sagten früher, als sie sich so etwas zu sagen noch getraut haben, die Pastöre, Karneval ist eine Zeit der Sünde. Womit sie den Nagel insofern auf seinen sprichwörtlichen Kopf getroffen haben, als der Karneval ja die Nicht-Normal-Zeit per Definitionem ist. Oder, anders gesagt: Ohne ein Über-die-Stränge-Schlagen keine Tollen Tage. Jenseits der Stränge lockt die Sünde. So einfach, so klar. Ich habe mich während der Karnevalstage dem Jenseits der Stränge verweigert und der Arbeit gewidmet. Der Handarbeit, der Erzeugung des Schweißes des Angesichts und des Schweißes anderer Körperregionen auch. Anbau renoviert. Arbeit, harte, sinnvolle, körperliche Arbeit lässt keinen Raum für Sprünge über Stränge. Das haben die Pastoren gedacht, früher, als sie noch laut von der Kanzel herunter gedacht haben, und deshalb verkündet, derartige Arbeit sei dem Karneval und seinem Treiben vorzuziehen. Das war früher. Heute ist alles anders. Heute lockt die Sünde allüberall, vor allem die Sün...

Sankt Florian guckt weg

Bild
Das Haus brennt ab. Schrecklich, schlimm entsetzlich. Einerseits. Anderseits aber. Ich will natürlich nicht dabei sein. Nein, weit weg, am besten irgendwo, wo man auch per Handy nicht zu erreichen ist. Und dann, bei der Rückkehr: Alles abgebrannt. Natürlich gibt es Ärger mit den Versicherungen. Hausrat- und Feuerversicherung. Die werden nachforschen. Grobe Fahrlässigkeit? Gar Brandstiftung durch den Eigentümer oder im Auftrag des Eigentümers? Nix. die werden nichts finden. Ich bin doch nicht blöd. Eine Zeit lang werden wir im Hotel schlafen müssen. Bin mal gespannt, wie viele Sterne die Versicherung uns zugesteht. Aber Hauptsache, die Versicherung zahlt. Sie zahlt ja auch den Rest. Alle Tapeten, Farben. Die ganze untere Etage und der Flur hätten es sowieso nötig gehabt. Das macht jetzt eine Fachfirma. die Elektrik wird erneuert. Und während die Firmen für uns arbeiten, sitzen wir im Hotel und studieren Möbelprospekte. Dann geht das große Shoppen los. Alles neu. Kleidung und Küchenge...

Hohes Niveau der TV-Nutzung

"Die TV-Nutzung blieb auf konstant hohem Niveau: Im Durchschnitt sah jeder Zuschauer ab drei Jahren 224 Minuten fern am Tag. 2010 lag der Wert bei 223 Minuten." - Oh my dear, 224 Minuten, das sind fast vier Stunden am Tag. Und dass soll der Durchschnitt der ab Dreijährigen sein ---- Wann haben die Leute nur so viel Zeit für so was? Achtstundentag, Abendessen und dann noch 4 - 5 Stunden Fernsehen? Den Teil der Welt verstehe ich nicht.

Das Rätsel des Kleine-Hütten-Kultes

Überall scheinen die Kultstätten des sogenannten Kleine-Hütten-Kultes um das Jahr 2000 herum wie aus dem Boden gesprossen zu sein, bald schon hat es offensichtlich keine Stadt, kein Dorf mehr gegeben, dass diesem Kult nicht gehuldigt hat. Fest steht, dass der Höhepunkt der Feierlichkeiten irgendwann im Winter gelegen hat. Einzelne Zeugnisse stammen zwar auch aus anderen Jahreszeiten, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig in der Winterzeit, nur im Winter haben sich die Merkmale rein ausgeprägt. Die Forscher sind sich einig, dass ein starke Priester-Kaste hinter dem Kult gestanden haben muss. Wie sonst ist es zu erklären, dass alle diese temporären Kultstätten fast genau gleich ausgesehen haben?  Sie bestanden allesamt aus kleinen hölzernen Buden, die in der sonstigen Jahreszeit abgebaut worden sein müssen. Die Funde der Archäologen belegen  eindeutig, dass in allen diesen Buden Gegenstände aufbewahrt worden sind. Möglich ist auch, dass diese Gegenstände dort verkauft worden sind...

VEB Portraitfotografie

Bild
Kein gutes Bild, keine Frage, ich bin ja kaum zu erkennen. Die Portraits, die heutzutage der Staat macht, sind halt nicht besser. Nicht dass sie schlechter geworden wären, nein, im Regelfall hat sich die Qualität in den letzten 30 Jahren nicht verändert. Nicht besser, nicht schlechter. Kein Wunder, den staatlichen Fotografen fehlt einfach die private Konkurrenz. Weil man in dem Sektor die Marktwirtschaft völlig, aber auch wirklich völlig ausgeschaltet hat, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Qualität auf einem dermaßen niedrigen Niveau stagniert. Die Kunden müssen ihre Portraits ja beim Monopolisten kaufen. Gut, man tut so, als ob der Kunde die Wahl hätte. Immerhin kann man sich die Stelle, an der man fotografiert werden will, ja noch selbst aussuchen. Aber was bringt das schon! Egal wo man sich fotografieren lässt, überall die gleiche Qualität, wie das in der Planwirtschaft halt so ist. Normalerweise würde solche Portraits kein Kunde kaufen. Aber das habe...