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Aber Friedrich!

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Aber Friedrich! So ein Buch solltest du nicht lesen! Sagt die Sollte-Stimme, die von dem Herrn Sollte stammt, den man nicht sehen kann. Also von Herrn Sollte - nennen wir ihn so, obwohl es sich genauso oft (wenn nicht noch viel öfters) um Frau Sollte handeln dürfte. Wieso der oder die das darf? Ja, warum darf der oder die da rumflüstern? Das ist eine andere Frage. Keine belanglose Frage, wenn es darum geht, das Wesen der Sollte-Flüsterei aufzuhellen. Keine belanglose Frage, gewiß nicht, aber, mal ganz grundsätzlich: Was fange ich mit einem aufgehellten Herrn Sollte an? Nichts, weshalb wir die Sollte-Stimme des Sollte-Wesens lieber wieder aus ihrem hergebrachten und somit vertrauten unaufgehellten Halb- bis Ganzdunkel sprechen lassen. Das Nachdenken über das Wesen des Herrn Sollte und seines weiblichen Gegenstücks - im Reich des Sollte gibt es nur diese beiden Geschlechter - lassen wir jetzt wieder fallen, was den beiden gewiß nichts ausmacht. Denn entscheidend ist schließlich nicht das...

Rote Fähnchen

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Zuerst waren überall rote Fähnchen am Wegesrand, alle 50 m etwa ein rotes Fähnchen, hoch bis zur Alm, wo sie sich irgendwo zwischen Felsen und Stechginstergestrüpp verloren. Neue rote Fähnchen, die jeweils an einem ebenso neuen Vierkantstab hingen. Drei Männer hatten sie vormittags mit einem Hammer in den Boden gerammt und waren danach Richtung Dorf verschwunden. Nachmittags gehörte das Tal wieder den Kühen und der herbstlichen Ruhe. Gegen Abend - wir waren gerade oben auf der Alb - sahen wir weitere vier Männer mit großen Rucksäcken den Berg hochstiefeln. Keine Touristen und keine Leute von hier, denn Touristen tragen immer bunte Kleidung und haben kleine Rucksäcke auf dem Rücken. Die Viehzüchter hingegen brauchen keine Rucksäcke und bevorzugen dunkelblaue Hosen zu karierten Oberhemden. Zwei der vier langsam den Berg hinaufstiefelnden Männer in ihrem irgendwie - von weitem hatte ich an eine Sinnestäuschung gedacht - fleischfarbenen Dress blieben auf einem kleinen Wiesenstück neben dem...

Siebenschläfer

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Bild Wikipedia - Julien 31 Was wusste ich schon von diesen Tierchen, die die Zoologen Glis Glis nennen, bevor sich der Vorfall zugetragen hat, den ich jetzt berichten werden? Nichts, gar nichts. In der ersten Zeit trappelte und raschelte ab und zu in dem Gemäuer, das jahrzehntelang ein Kuhstall gewesen ist und das vielleicht lieber ein Kuhstall geblieben wäre, wenn man bedenkt, wie sehr es sich unserem Ansinnen, ihm alles Kuhstallhafte auszutreiben, widersetzt hat. Nun waren Geräusche dort nichts besonderes, vor allem abends. Feldmäuse und Hausmäuse, Eidechsen, Fledermäuse und das Käuzchen kannten wir schon. Und lief nicht manchmal auch eine halbwilde Katze über das Dach? Eines Tages aber fand ich bei einer Dachreparatur ein interessant aussehendes Tier mit einem auffällig buschigen Schwanz. Es lag tot in seinem Nest. Mag sein, dass ich an seinem Dahinscheiden nicht ganz unschuldig gewesen bin. Beim Hantieren mit Feldsteinen, Brettern, Dachziegeln und Beton mag ich es zu Tode gebracht ...

Wordpress: Ende

 Jetzt ist es passiert, nach langer Überlegung habe ich meinen Blog bei Wordpress gelöscht. Da ist nichts mehr los.  Einerseits haben meine Beiträge immer weniger Leute gelesen. Den letzten gerade mal 4 oder 5. Anderserseits finde ich immer weniger dort, bei dem das Lesen sich lohnen würde. Ohne Austausch macht Wordpress keinen Sinn. Immerhin 14 Jahre habe ich da gepostet. Mal mehr, mal weniger. Jetzt habe ich den Account ganz gelöscht, die Bilder vorher gesichert. Die werde ich durchgehen und ein paar für mich behalten. Und wenn ich Lust habe, was zu schreiben, werde ich das hier tun. Und auf X.

Das asturische Törchen

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Die Kühe sind ausgerissen, trotten über den Weg ins Tal. Wieder einmal. Der Grund ist schnell gefunden: Das Törchen ist kaputt. Einfach durchgebrochen haben es die blöden Viecher. Es ist ihnen nicht schwer gefallen. Denn die asturischen Bergkühe sind stark und das Törchen altersschwach. Abends berät die Familie das Problem. Das Törchen ist alt, das Holz nicht das beste. Ein neues müsste her. Eins aus Stahl. So ein silbrig-glänzendes Ding, wie das vom Nachbarn, dem alten Angeber? Kommt nicht in Frage, meint Maria, die Mutter. Xavier, der Vater, der sein Geld auf dem Bau verdient und dem die Kühe sowieso lästig sind, denkt an die Ausgabe und stimmt seiner Frau zu.Warum nehmen wir nicht einfach die beiden alten Bettgestelle, hat der Pepe doch schon seit 3 Jahren, da geht keine Kuh durch, sagt Fernando, der ältere Sohn, der zusammen mit seinem jüngeren Bruder Ricardo für die Kühe zuständig ist. Bettgestelle? ruft die Oma, die auch Maria heißt, entsetzt. Das Törchen hat doch noch der Opa ge...