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Immer mal wieder

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  .... so sieht sie aus, die Küste von Asturien ....

Durchs wilde Türkistan - Türkei (10)

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Während draußen fruchtbare Ebenen, kahle Hügel, Aufforstungsprojekte, schneebedeckte Berge und menschenleere Schluchten, Imbissbuden und Tankstellen mit integrierten Minimoscheen vorüberfliegen, ..... .... unterhält der Reiseleiter die ihm wehrlos ausgelieferten Businsassen mit weitschweifigen Ausführungen über Skythen, Tourismusförderung, Seldschukken, Osmanen, das türkische Militär (böse), Erdogan (gut), Denkmäler, die Wehrpflicht, Bildungsprojekte, Wurstsorten, Heimarbeit, Sozialversicherung, großtürkische Militärprojekte, Jupp Derwall, Qualitätsmerkmale von Olivenöl, Marmorpreise, den Begriff Anatolien, Benzinpreise (zu hoch), die Ferien der Lehrer (zu lang) ..... ... bis endlich zwischen Nadelbäumen das Mittelmeer sichtbar wird:

Aus dem Busfenster gesehen - Türkei (9)

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Abseits der Highlights, aber direkt an den großen Hauptverkehrsadern, zeigt die West-Türkei von einer nicht immer schönen Seite. Die kleineren und mittleren Städte, fast nur aus Neubauten der letzten 50 Jahre bestehend, sind städtebaulich und architektonisch von einer kaum glaublichen Öde. Gäbe es nicht all die neuen Moscheen - die allerdings auch alle mehr oder weniger gleich aussehen - dann könnte man sagen: Das Land wir in Planquadrate eingeteilt und dann werden so viele Häuser drauf gebaut, wie Platz haben. Einen Architekten spart man sich und nimmt statt dessen den tausendfach bewährten Standard-Entwurf. Eine billige Kopie europäisch-nordamerikanischer Architektur, auf die dann die türkische Fahne gesetzt wird.

Sardes und Laodicea - Türkei (8)

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Auf dem Besichtigungsprogramm: Sardes und Laodicea. Sardes? Laodicea? Nie gehört. Irgendwelche griechisch-römisch-byzantinische Städtetrümmerhaufen. Seitdem ich 1977 nach frisch bestandenem Examen mit einem frisch gekauften Post-VW-Bus eine große Italien-Tour gemacht habe, hält sich meine Begeisterung für antike Schutt-und-Trümmer-Stätten in Grenzen. Vor allem für die, die von fantasiebegabten Archäologen sehr zur Freude der örtlichen Touristenbehörden fantasievoll rekonstruiert worden sind: Disneyland, Abteilung Altertum. Sardes hat mich positiv überrascht. Ein schon ein wenig frühlinghaftes Tal, abseits, kaum ein Hinweisschild, fast keine Rekonstruktionen. Mauern und Säulen, einfach so. Würde eine Schafherde durch Sardes laufen, eine Kuh an einer Säule angebunden sein, mich würde es nicht wundern. Laodicea, ob auf einem Berg gelegen, ähnlich. Wie sorgfältig bearbeitet diese Säulen und Kapitelle sind! Welche Ruhe hier herrscht. Edel Einfalt und stille Größe. Oh je, geht e

Istanbul (6) - Raus aus Istanbul

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In der Morgendämmerung - unsere Reisegruppe hatte schließlich noch fast 800 km, die Überquerung der Dardanellen mit der Fähre und die Besichtigung von Troja vor sich - haben wir Istanbul verlassen. Ziemlich langsam, denn Istanbul zieht sich endlos hin. Fast 15 Millionen Menschen leben in Istanbul, die viertgrößten Stadt der Welt! Und bald wird Istanbul dank Erdogan den größten Flughafen der Welt besitzen! Sechsmal so groß wie der Berliner "Groß"-Flughafen, verkündet der Reiseführer mit einem Stolz, den ich nicht nachvollziehen kann. Die deutschen Reisenden im Bus diskutieren derweil, ob all die Hochhaussiedlungen, die da gerade neu erstellt worden sind oder noch im Bau sind, überhaupt gebraucht werden oder ob die Türken dabei sind, den gleichen Fehler zu wiederholen wie etwa die Spanier. Dem ist aber nicht so. In der Türkei gründen momentan die geburtenstarken Jahrgänge um 1980 Familien. Damals wurden pro Frau durchschnittlich 5 Kinder geboren, die nun alle ihre

Istanbul (5) - Die Blaue Moschee

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Kein Zutritt für Falsch- oder Ungläubige, denn gerade haben von einem der sechs Minarette die Lautsprecher laut zum Freitagsgebet gerufen. Eine gute Gelegenheit, sich in den Vorhof zu setzen. An geschützten Stellen lässt es sich in der Sonne gut aushalten. Eine schöne Anlage hat sich der Architekt da ausgedacht, der damalige Chefarchitekt des Osmanischen Reiches, der übrigens wie sein großer Lehrer  Sinan kein ethnischer Türke war, sondern Albaner und als solcher wahrscheinlich ein Christ, was uns nicht so arg wundert, denn die neue Großmoschee in Köln wird auch von einem Architektenbüro gebaut, dem die Kölner wunderschöne moderne Kirchen verdanken.  Derweil strömen die frisch gewaschenen Massen in die riesige Moschee zum Freitagsgebet.  Sollte man denken. Tatsächlich strömen eher weniger Leute in die Istanbuler Zentral-Moschee als am Sonntag-Vormittag in den Kölner Dom. Vielleicht gehen die anderen Istanbuler Moslems ja in eine der anderen Moscheen, die in Erdogans Istanbul au

Istanbul - Hagia Sophia

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Daran sollten sich deutsche Flughafen- und Bahnhofsbauer mal ein Vorbild nehmen: Nur sechs Jahren haben die Römer in den Zeiten allerspätester großrömischer Dekadenz gebraucht, um das Ding hochzuziehen. Die Glocken waren nicht nicht fertig, machte nichts, Eröffnungsgottesdienst, fertig war das Weltwunder. Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Unser spätrömisches Architektenbüro unter Leitung zweier Griechen hatte sich nämlich etwas verrechnet bei dem Versuch, eine Kuppel zu konstruieren, die sich scheinbar gegen die Gesetze der Statik dem Himmel entgegen wölbt. Große Klappe und nichts dahinter: Die Gesetze der Statik schlugen schon bald zurück, die Kuppel stürzt ein, dann noch mal. Als Entschuldigung fiel den Architekten nichts besseres ein als das Wort "Erdbeben". Na so was, wo es in der Gegend alle naslang bebt, da hättet ihr halt erdbebensicher bauen müssen! Dann sollte es ein armenisches Architektenbüro richten. Mit Erfolg, denn was die Armenier gebaut haben, hat

Schmuck: Einkauf in der Türkei

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Istanbul, erster Tag

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Wo mag es nur sein, dieses Istanbul, das wir von solch schönen Malvorlagen her kennen? Am ersten Tag haben wir es nicht gefunden. Statt dessen fesselten zunächst großzügig angelegte Strassen stundenlang unsere Aufmerksamkeit. Eine Brücke hat man uns gezeigt, die leider im Gegenteil zu unseren schönen Kölner Brücken noch nicht fertig war. Die Fahrt mit dem Böötchen auf diesem Fluss da haben wir uns gespart. Kennen wir ja schon. Im Gegensatz zur Rhein-Passagier-Schifffahrt macht die Bosporus-Passagier-Schifffahrt im Winter keine Pause. Was ein Fehler ist, bei 5 Grad und Nieselregen begibt sich kein vernünftiger Kölner auf ein Schiff, die Istanbuler auch nicht, nur ein Haufen Touristen aus Deutschland, die nichts verpassen wollen, sitzen hinter den beschlagenen Scheiben und wärmen ihre Hände an der Kaffeetasse. Weiter ging es. Ein Haus hatte man vor uns versteckt, schade, im Reiseführer stand, es sei eine Sehenswürdigkeit mit zweieinhalb Sternen. Statt dessen gab e