Sonntag, 3. Januar 2016

Wüsten (Altes Tagebuch)

Turkmenistan, Quelle Wikipedia

Wüstenliebhaber habe ich nie verstehen können. Mit der Erde und ihren Früchten verbunden sind sie sicher nicht. Die Wüste ist öd, ästhetisch möglicherweise ansprechen, so, wie die Sonne über einem Weizenfeld ein hübsches Fotomotiv abgibt, wenn ihre Strahlen gerade die Ernte verderben.

So mag die Wüste meinetwegen schön sein, naturschön.

Aber eigentlich ist nichts, was die Natur für uns an Anblicken bereit hält, von sich aus schön. Der Mensch macht das Urteil und findet den Regenwurm, den Felsbrocken oder eben die Wüste schön. Also erfahren wir eher etwas über den Menschen, wenn er die Wüste schön findet, als über die Wüste.

Guck mal, die weiße Made, wie ihr Rücken weißlich in der Sonne glänzt! Wie schön.


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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Gehirnquark (Altes Tagebuch)


Strahlendes Sommerwetter.

Strahlende Stimmung? Zuerst das Wetter, dann der Geist. Wäre schrecklich. Tief zieht auf - Stimmung im Eimer.

Täglich der ängstliche Blick auf die Wetterkarte. Welche Geister werden mich morgen heimsuchen. Wird der stimmungsbestimmende Wettergottt mich mit Sonntagslaune erfreuen?

So ist es nicht, zum Glück. Aber so, wie es ist, ist es auch nicht einfach. Das strahlendste Wetter der Welt und keine luftige Laune sprüht strahlend durch die Welt. Der Gehinquark ist auf Düsterheiten programmiert, tut mir leid. Die anderen sind's schuld, immer die anderen. 27,9 Grad.


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