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Die Kunstsammlung der Stadt - Archivbesuche Teil 1

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  Mit "Es war einmal" fangen alle Märchen an, auch die, die nicht gut ausgehen. Bei der Geschichte, um die es hier geht, ist noch nicht klar, wie sie ausgehen wird. Noch ist Dornröschen in seiner Tiefschlaf-Phase. Unser Dornröschen besteht aus über 700 Kunstwerken und schläft im Keller der örtlichen Stadtbücherei. Seit genau 10 Jahren. Und vorher? Nun, es war einmal ein typisches Projekt der 70er Jahre: Zugang zu hochwertiger Kunst für alle! Demokratie! Partizipation! Dafür kann die Stadt (50.000 Einwohner) doch mal etwas Geld locker machen … Und schon hat der Stadtrat beschlossen, eine städtische Artothek zu gründen. Zwei schöne Räume in der neuen Realschule waren frei, eine Planstelle wurde geschaffen, ein jährlicher Ankaufsetat im Haushalt ausgewiesen. Wie man so hört, sei das Angebot ganz gut angenommen worden. Nicht wenige Kunstwerke sollen ausgeliehen worden sein. Zwar nicht von den Schichten, denen man Zugang zur Kunst ermöglichen wollte, sondern von Arztpraxen, Rechts...

Kunst und Spielerei

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Was in einem Kunstmuseum ausgestellt und sorgfältig ausgeleuchtet präsentiert wird, muss Kunst sein. Nun ja, schön aussehen tut es ja. Lauter bunte Bauklötze. Ist aber keine Spielerei, sollte ursprünglich auch gar keine Kunst sein. Es handelt sich um Entwürfe für Lippenstifthüllen. Prima. Aber als Bauklötzchenspielerei hätte es mir auch gefallen. Kunst als heiteres Spiel. Not bad.

Bilder von der Wurst

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Eine angenehme Ausstellung im Karikaturen-Museum in Frankfurt . Bilder und Karikaturen von Nikolaus Heidelbach zum Thema "Wurst" - ein paar Bilder sind auch von Kollegen. Die Karikaturen sind sehr fein gezeichnet und aquarelliert, mal heiter-lustig, mal bissig. Oft stößt man sich an: "Guck mal, hast Du das schon gesehen?" Zwei Beispiele: Besonders beim zweiten Bild sieht man, dass Heidelbach, der eigentlich Kinderbücher illustriert, in diesen Arbeiten mal die kreative Sau rauslässt - blättert man nachher in seinen Bilderbüchern, die in der Ausstellung ausliegen, beispielsweise in seinen preisgekrönten Illustrationen zu den Märchen der Brüder Grimm , dann kommen einem seine Kinderbuch-Arbeiten recht fad vor. Man ist halt kein Kind mehr.