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Alle warten

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Kleiner Gartenrundgang: Die Bartnelken warten, dass sie richtig aufblühen Der Marienkäfer wartet auf seine Laus Der Fingerhut wartet auf eine dicke Hummel Die Läuse sind schon dick und fett, die warten auf gar nichts Der Apfel im Hintergrund muss noch lange warten, bis er gegessen wird Löwenmäulchen, wartet auch nicht, oder? Die Margaritenwiese wartet darauf, dass sie abgemäht wird, denn da ist eigentlich Rasen Die Pfingstrosen warten aufs Verblühen, schließlich ist Pfingsten ja vorbei Die Stachelbeeren brauchen nicht mehr lange warten, dann werden sie zu Marmelade Und die Stühle? Die warten darauf, dass ich Feierabend mache und mich drauf setze!

Segelnachmittag

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Herrliches Wetter. Vorher den Rest der Suppe von Sonntag, der der Rest der Suppe vom Samstag war, aufgegessen, damit wir an Bord nicht hungern müssen, schon ging es an den Rursee. Meist war ein mittlerer Wind, aber manchmal kamen harte Böen von den Bergen, was man auf den Bildern nicht so recht sehen kann.  

Tiergeschichten, mal mehr, mal weniger erbaulich, aufgeschrieben von einem Teilzeitbergbauern (7)

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Ein Dialog, bei dem Vorschläge zum artgerechten Umgang mit nimmersatten Rauben diskutiert werden Unsere Rosen haben es schwer. Das feuchte Klima begünstigt Blattkrankheiten, und wenn niemand da ist, werden die Rosen von Unkräutern aller Art umzingelt. Dieses Jahr war der Winter mild, die Rosen treiben üppig, das Unkraut ist rasch rausgerupft, bald werden sich die ersten Knospen öffnen. Doch schon taucht ein Rosenfeind auf, der Blätter durchlöchert oder bis aufs Skelett abfrisst. Schnecken? Keine Spuren zu sehen. Nein: Grüne Raupen, 1 cm lang und so grün wie die Blätter, fressen sich langsam aber sicher voll. Weg mit den gefräßigen Viechern! Ist ja prima, wenn daraus mal ein hübscher Schmetterling wird, aber erstens entwickeln sich aus diesen grünen Raupen keine Schmetterlinge, sondern hässliche Wespen, und zweitens kommt es nicht in Frage, dass sie unsere Rosenblätter löchern. Sollen sie sich doch am Unkraut satt fressen, ist ja genug Grünzeugs da! Ich sammle also Raupen, lege...

Durchblicke

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Seit gestern blicken wir ganz anders durch!

Tiergeschichten, mal mehr, mal weniger erbaulich, aufgeschrieben von einem Teilzeitbergbauern (6)

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Diese Geschichte handelt von einem Koch und einem wilden Tier, dessen Namen man in dieser Gegend besser nicht erwähnt Einer der leider eher seltenen Tag, an denen oben auf den Bergen eine fahle Sonne scheint - fahl, aber ohne Sonnebrille nichts zu machen - während unten an der Küste ein feuchtes Nebel-Wolken-Grau vorherrscht. Da freuen wir Teilzeit-Bergler uns und blicken zufrieden auf die fröstelnden Küstenbewohner hinab. So etwas hebt die Stimmung, ideal, um einen kleinen Spaziergang zu machen, den Weg abwärts, da trifft man immer den einen oder anderen Anwohner. Doch hinter der zweiten Kurve treffe ich leider keinen Anwohner, sondern den Wolf. Ein großes zotteliges graubraunes Wesen. Es sieht mich nicht, sondern verschwindet schnell im Gebüsch. Ich kehre vorsichtshalber um, setze mich auf die sichere Terrasse, beschäftige mich, festgetrocknete Farbreste von einem Pinsel zu entfernen. Bald darauf kommt einer der Viehzüchter den Berg hinaus, den sie hier alle den “Cocinero” nenn...

Portrait des schreibenden Bergbauern

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Tiergeschichten, mal mehr, mal weniger erbaulich, aufgeschrieben von einem Teilzeitbergbauern (5)

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Hier erfahren wir, dass Plastiktüten nicht nur für Menschen, sondern auch für Mäuse eine nützliche Erfindung sind. Als wir unser Kompost-Klo-Häuschen von Staub und Schmutz des langen Winters gereinigt haben, hüpfte eine Maus aus dem weißen Plastiksack, der mit im Herbst gemähtem Heu vollgestopft ist. Heu ist wichtig für die Benutzung unserer Kompost-Außentoilette, inwiefern, das will ich jetzt nicht weiter erklären. Dass sich eine Maus in dem Sack gemütlich gemacht hat, wer will es ihr verdenken? Ein trockenes weiches Plätzchen im Heu - ein völlig artgemäßer Mäuse Traum, was kümmert da der Plastik-Sack? Bei der zweiten Maus, die aus einer Plastiktüte sprang, war das durchaus anders. Bei dieser Plastiktüte handelt es sich nämlich um ein großes stabiles ding, eine tüte, für die man nicht nur in Spanien an der Kasse ein paar Cent bezahlen muss. In Deutschland sind die gleichen Tüten übrigens etwa 10 Mal so teuer, aber es geht ja um die Maus, deswegen lassen wir das Raisonnier...